Dans son livre Spirale de violence, paru en 1970, Dom Hélder Câmara distinguait trois formes de violence qui s’enchaînent et alimentent une spirale. Archevêque d’Olinda et Recife, au Brésil, engagé auprès des pauvres et opposant à la répression de la dictature militaire, il défendait une transformation des structures sociales par la non-violence active. Sa pensée s’enracinait dans le christianisme, et son engagement fit de lui l’une des figures inspiratrices de la théologie de la libération. La première violence est institutionnelle. Souvent invisible parce qu’inscrite dans le fonctionnement ordinaire de la société, elle réside dans les structures économiques et sociales qui entretiennent l’injustice, la …
Vom „Ende der Geschichte“ zur „Zeit der Raubtiere“: Der Niedergang der westlichen Vorherrschaft und die Aufgaben der Linken
Frank Deppe gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der zweiten Generation der marxistisch geprägten Marburger Schule um Wolfgang Abendroth. 1 Diese wissenschaftliche und politische Tradition, die marxistische Analyse eng mit den Kämpfen der Arbeiterbewegung verband, hat auch mein politisches Denken seit meiner Jugend wesentlich geprägt. Von 1972 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 lehrte Deppe Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der Arbeiterbewegung, die politische Soziologie der Gewerkschaften, die europäische Integration und die internationale politische Ökonomie. Der hier besprochene Text erschien am 1. September …
Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt: einige Denkanstöße für die radikale Linke
Wie erwartet hat die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich gewonnen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt sie 43,8 Prozent der Zweitstimmen, wurde mit großem Abstand stärkste Partei und verfehlte nur knapp die absolute Mehrheit der Sitze. Die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab. Dahinter folgen SPD mit 9,3 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen mit 8,9 Prozent und Die Linke mit 8,6 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zog mit 5,3 Prozent ebenfalls in den Landtag ein, während die FDP mit 2,6 Prozent ausschied. Die Wahlbeteiligung erreichte 77,8 Prozent. Das Ergebnis stellt eine politische Zäsur dar – nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern für …


